Einladung und Anschreiben zur Jahresversammlung - Verein zur Unterstuetzung der zahnmedizinischen Versorgung in Laendern der Dritten Welt e.V.

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Einladung und Anschreiben zur Jahresversammlung

2020 Jahresversammlung

Es ist wieder an der Zeit, Euch ganz herzlich zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung einzuladen. Wie lhr aus der Einladung ersehen könnt, findet sie wie im letzten Jahr in den Räumen des Dentaldepots „Dental 2000“ statt. Wir fanden die Atmosphäre im letzten Jahr so schön ruhig und waren so ganz unter uns, daß wir Ralf Lehmann gefragt haben, ob wir es dieses Jahr wieder seine Räumen nutzen können. Ich möchte Ralf für sein Einverständnis ausdrücklich unseren Dank aussprechen.

Auf der letzten JHV am 26.4.19 haben wir ja ausführlich über unseren Besuch auf Mahé, den Abschluß des neuen Vertrages mit dem Gesundheitsministerium und die Pläne einer neuen Klinik in Baie Lazare berichtet.
ln Bezug auf die neue Klinik ist bisher, wen wundert's, noch nicht viel geschehen. Es
ist auch wohl nicht damit zu rechnen, daß im Laufe dieses Jahres 2020 noch ein Spatenstich erfolgen wird. Aber man weiß ja nie! Nichtsdestotrotz ist das Vorhaben aktuell.
Uns als Verein würde es nach dem Vertrag obliegen, die Klinik mit Geräten,
Instrumenten und Material auszurüsten. Nur dadurch würde es uns möglich sein, auch in Zukunft den vertragsgemäßen Anspruch auf Eigentum an der Ausrüstung und der ebenso vertraglichen Zusage, daß nur wir und niemand Vereinsfremdes in der Klinik arbeitet, aufrecht zu erhalten! Ich halte das für sehr wichtig, da wir dann auch die Funktionstüchtigkeit der Klinik besser gewährleisten können. Und darüber hinaus hat es in früheren Zeiten schon mehrfach Versuche gegeben, uns aus der Klinik in Baie Lazare zu „vertreiben“ und jemanden anders dort arbeiten zu lassen. Das haben wir immer mit dem Argument des Besitzrechtes verhindern können.

Nun ist es aber für den Verein im Moment nicht so einfach, drei Behandlungszimmer mit neuen Einheiten auszurüsten, da die Finanzmittel momentan dafür nicht ausreichen. Vor 30 Jahren, als wir die Klinik in Baie Lazare mit neuen Adec- Einheiten (2 Stück) ausgerüstet haben, ist es uns gelungen über einen Kleinprojektantrag mit Hilfe des Patriotischen Wohlfahrtsverbandes, 50.000 DM vom Bundesministeriums für Entwicklungshilfe zu bekommen. Diese Aufgabe hat jetzt die sog. Schmitz-Stiftung für das BMZ übernommen, mit denen ich mich in Verbindung gesetzt habe. Leider stehen die Seychellen seit 2018 nicht mehr als „Entwicklungsland“ auf der „DAC-Liste“ der Entwicklungsländer des BMZ. Daher ist es unmöglich, aus dieser Quelle Gelder zu bekommen. Und nach meinen Nachforschungen finanzieren sich ganz viele der verschiedensten Hilfsorganisationen letztendlich durch das BMZ, so daß man immer wieder bei dieser DAC-Liste landet.

Das bedeutet für uns und die Ausrüstung der neuen Baie Lazare Klinik, daß wir das
selbst in die Hand nehmen müssen. Glücklicherweise haben wir ja (wahrscheinlich) noch etwas Zeit, um unser finanzielles Polster zu erhöhen. Durch Ralf Lehmanns Bemühungen haben wir auch schon einige vielversprechende Ansätze zur Beschaffung günstiger Einheiten gefunden. Aber natürlich reicht das allein nicht aus! Ich möchte Euch alle, die lhr dem Verein verbunden und großenteils ja auch Mitglieder seid, bitten, einmal zu prüfen, ob zweckgebunden für die Neuausrüstung der Klinik in Baie Lazare nicht eine etwas umfangreichere Sonderspende möglich wäre. Und weiter möchte ich alle Kollegen und Freunde, die dort schon einmal gearbeitet haben und von Freunden Besuch erhalten haben bitten, diese Freunde auf eine entsprechende Spende hinzuweisen. Ich hoffe, daß wir es durch eine solche Aktion leichter haben, das Geld zusammen zu bekommen. Vielleicht findet sich ja auch ein Vereinsmitglied, möglichst eines, das kürzlich dort gearbeitet hat, für die ZM einen Arbeitsbericht zu schreiben, in dem auf die Notwendigkeit unserer Arbeit dort hingewiesen wird und um Spenden für die neue Klinik geworben wird.  Ich möchte noch einmal ein paar grundsätzlichen Worte zur Materialbestellung über uns bzw. das Depot Dental 2000 sagen. Glücklicherweise hat sich durch WhatsApp die Kommunikation zwischen dem Verein und den in Togo und auf den Seychellen tätigen Zahnärzten enorm verbessert. Das sorgt aber auch für ein gestiegenes „Anspruchsdenken“ und damit für manchmal höllische zusätzlichen und manchmal auch unnötige Arbeitsbelastung auf unserer Seite, sprich bei Ralf Lehmann! Das hat sich in der letzten Zeit doch deutlich gesteigert und wir müssen dafür sorgen, daß bei allen Bestellungen, Nachbestellungen und Materialengpässen etwas sorgfältiger überlegt und nachgesehen wird. Es gab früher, als die Kommunikation noch nicht so problemlos war, die gute Sitte, daß der Vorgänger ausreichende Zeit bevor der Nachfolger kam, überall in den Schubladen nachgesehen hat, was da ist und was fehlt und uns diese Liste dann geschickt hat. Und der Nachfolger hat auch alle Schubladen durchgesehen, damit er weiß, was alles da ist und wo es liegt. Und sich vielleicht dazu ein paar Notizen macht. Das sollte wieder Standard werden! Dann kommt es nicht mehr vor, daß per WhatsApp irgendetwas ganz dringend bestellt wird und wir hier springen im Sechseck und es finden sich dann ein paar Tage später die Dinge in einer Schublade in der Klinik. Auch wenn die Helferin sagt: uns fehlen die und die Sachen, nicht gleich zum Handy greifen und bei uns bestellen, sondern erstmal nachsehen, ob nicht doch irgendwo die Sachen liegen! Also bitte demnächst etwas mehr Sorgfalt und Nachschauen. Früher wurde auch bei Problemen öfter mal improvisiert Es haben sich auch in den letzten Jahren einige gesetzliche und zollmäßige Veränderungen ergeben, die uns hier und den Zahnärzten manchmal viel Arbeit und Haare raufen bescheren. So dürfen keine Medizinprodukte und Medikamente wie früher direkt an Personen geliefert werden. Bei diesen Sachen muß es IMMER an eine Praxis geliefert werden, dann von Ralf abgeholt und an den jeweiligen Kollegen gesendet werden. Das bedeutet, auch bei kurzfristigen Nachlieferungen, die dann ein nachreisendes Familienmitglied mitnehmen soll, zusätzliche Zeitverzögerung, Fahrerei und Kosten.

Wir bitten deshalb. Sich solche Bestellungen gut zu überlegen und nur noch in Ausnahmefällen zu machen. Früher ist in solchen Situationen auch mehr improvisiert worden. Das fällt natürlich schon schwer, wenn man das Handy direkt vor der Nase hat.

Auch die Zollformalitäten sind strenger geworden und deren Nicht-Einhaltung hat den Verein schon viel Geld in Form nicht zurück erstatteter Mehrwertsteuer gekostet. Ralf schult jeden Kollegen vor, der sich auf seinen Einsatz vorbereitet bzw. begibt, über das richtige Vorgehen. Trotzdem hier noch einmal einige Anmerkungen dazu: Ralf stellt die Materialpakete zusammen und stellt die entsprechenden Rechnungen aus. Damit diese vor Reiseantritt abgestempelt werden können und wir die MWSt. zurück bekommen, darf die Rechnung nicht über 1000 € sein. Das bedeutet, daß die von Ralf zusammengestellten Pakete NICHT auseinander gerissen und auf mehrere Personen oder Reisetermine verteilt werden dürfen! Selbstverständlich kann das Paket aber geöffnet und die Materialien einzeln im Koffer verstaut werden.
Einige Kollegen bekommen von der Dentalindustrie mitunter großzügige
Materialspenden. Auch für dieses Material muß eine Spendenbescheinigung mit Wertangabe der Firma vorliegen. Für alles außer Zahnpasta und Zahnbürsten. Und das Material, was insgesamt mitgenommen wird, darf 1000 € nicht überschreiten!! Daher empfiehlt es sich, eventuelle Spenden incl. Bescheinigung an Ralf zu schicken, damit er ein entsprechendes Paket unter 1000 € zusammenstellen kann. lhr seht also, es ist alles recht kompliziert. Aber man sollte diese Dinge schon so machen, ehe man auf viel Geld der Mehrwertsteuererstattung verzichtet.

Die Situation in Togo ist nach wie vor unklar, wie lhr aus dem umfangreichen Bericht von Lür Köper entnehmen könnt. Aber es wird deutlich, daß der Bedarf an unserer Arbeit nach wie vor da ist. Vielleicht kann Lür ja bei der JHV schon genaueres über die weitere Entwicklung dort berichten. Und auch Dieter Bischofberger und Karl Spielmann sind vom 22.3. bis zum 3.4.20 dort und ich hoffe Karl kann kommen und berichten.

Aus Sambia gibt es nichts Neues. Ralf und ich haben uns zwar mit Jeff im Juni hier in Hamburg getroffen und prinzipiell ist auch jederzeit ein Arbeitsturn in Mfuwe in der Klinik möglich, aber es scheint doch sehr wenig Interesse zu bestehen. Außerdem ist die kurzfristige Kommunikation mit ihm immer noch recht schwierig.

Wir haben uns im Vorstand gefragt, ob wir die doch etwas krummen Beträge des Mitgliedsbeitrages begradigen sollten. Außerdem sind die Mitgliedsbeiträge seit Jahrzehnten nicht erhöht worden. Wir wollen deshalb zweigestaffelte Beiträge vorschlagen, die wir laut Satzung in der JHV abstimmen müssen:
Für Zahnärzte: 280,00 €
Für Nichtzahnärzte und Rentner 90,00 € proJahr.
Es wäre schön, wenn lhr für den Mitgliedsbeitrag einen Dauerauftrag für Anfang des Jahres einrichten könntet, damit Bernd damit möglichst wenig Arbeit hat und die Beiträge endlich besser fließen!

Das diesjährige Sommerfest wird vermutlich mal ganz woanders stattfinden, nämlich in Augsburg bei meinem Namensvetter Stephan Krause. Er hatte das schon beim letzten Sommerfest in Potsdam angeregt. Genauere Informationen gibt es auf der JHV und in gesonderter Rundmail.

Wie immer an dieser Stelle erinnere ich zum Abschluss an die ausstehenden Mitgliedsbeiträge:


Jahresmitgliedsbeitrag für
Zahnärzte und Zahnärztinnen : 280,- Euro
Nichtzahnärzte : 90,- Euro (festgelegter Mindestbeitrag,
auch für in Not geratene Zahnärzte)


Ich möchte auch alle Kollegen, die Altgold für den Verein gesammelt haben, bitten, es zur Jahreshauptversammlung mitzubringen oder, falls sie nicht kommen können, es mir zu schicken.
Das soll es für heute erstmal gewesen sein, ich freue mich, Euch zahlreich bei der
Jahreshauptversammlung wieder zu sehen, bis dann



 
 
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